Food Talk mit Ela von „Transglobal pan party“

Einen schönen Mittwoch euch allen und herzlich Willkommen zu einer neuen Runde „Food Talk“! Macht es euch auf meiner Couch gemütlich und begrüßt unseren heutigen Gast: Ela (bzw. Michaela) vom Blog Transglobal pan party.

Food Talk "Transglobal Pan Party"

Auf ihrem Blog nimmt Ela ihre Leser oft in fremde Städte und Länder mit. Ich mag ihren Mix aus Reiseberichten und Rezepten und lasse mich auch gerne für zukünftige Trips inspirieren. Es war schwer, sich für 3 Fragen zu entscheiden, aber diese sind es letztendlich geworden:

  1. Liebe Ela, auf deinem Blog findet man neben Reiseberichte auch jede Menge vegetarische und vegane Rezepte. Vegetarisch zu kochen und backen können sich viele Menschen vorstellen. Bei vegan hört dagegen die Vorstellungskraft oft bei vielen auf. Hast du uns Tipps und Tricks, wie man aus einem vegetarischen Gericht ein veganes zaubert?

    Der Sprung von vegetarisch zu vegan ist nicht so kompliziert wie man meint. Ich koche manchmal spontan neue Gerichte und merke erst im Nachhinein, dass sie vegan sind. In der mediterranen Küche verwendet man zum Beispiel Olivenöl statt Butter, asiatische Rezepte kommen häufig ohne Käse, Butter oder Milch aus. Ich bin kein Fan der Abwandlung klassischer Gerichte in vegane Alternativen, bei denen man viele Zutaten ersetzen muss (Hefeschmelz statt Käse beim Überbacken, Sojasahne in der Sauce, …). Das ist aufwendig, schmeckt anders als das Original und man bekommt die Zutaten vielleicht nur im Biomarkt oder veganen Supermarkt.
    Ich versuche mit dem zu kochen, was mein Vorrat hergibt und der besteht meist aus Grundzutaten wie Reis, Linsen oder Nudeln in Kombination mit frischem Gemüse und Obst. Die Rezepte sind dann automatisch vegan, wenn ich kaum tierische Produkte zu Hause habe. Bei Salaten verwende ich gern Räuchertofu oder Mandeltofu statt Käse. Es dauert ein wenig, bis man seinen eigenen Kochstil gefunden hat – aber dann ist es egal, ob man vegetarisch oder vegan kocht.
    Eines der beliebtesten Rezepte auf meinem Blog ist meine vegane „Bratensauce“, die völlig ohne tierische Bestandteile auskommt. Gewürze, Sojasauce und ein bisschen Tomatenmark sorgen für den deftigen Geschmack. Wenn man ein traditionelles Rezept „veganisieren“ möchte erfordert das manchmal, auszuprobieren und querzudenken. Aber dafür gibt es ja jede Menge tolle Blogs, auf denen man nachgucken kann ohne selbst stundenlang nach der perfekten Zubereitungsart des gewünschten Gerichtes zu suchen 😉
  2. Seit Anfang letzten Jahres beschäftigst du dich mit dem Thema „Zero Waste“. Kannst du kurz erklären, worum es dabei geht und wie du das in deinem Alltag umsetzt?

    Zero Waste bedeutet, Müll zu vermeiden. Je nachdem wen man nach einer Definition fragt, beinhaltet das Konzept auch eine Lebenseinstellung, bei der man sein komplettes Konsumverhalten überdenkt – also auch unverpackte Dinge nicht wahllos kauft sondern genau überlegt, welche Ressourcen man in Anspruch nimmt.
    Ich habe über meine Arbeit bei Whale and Dolphin Conservation zu diesem Thema gefunden, als meine Kolleg*Innen und ich uns eine Kampagne rund ums Thema Plastik überlegt haben. Plastik im Meer ist ein großes Problem, das nicht nur Meereslebewesen sondern auch uns betrifft. Von Plastikvermeidung zu Zero Waste war der nächste logische Schritt. Ich habe mit kleinen Veränderungen angefangen (wie meinen eigenen Stoffbeutel zum Bäcker mitzubringen, so dass ich jeden Morgen eine Papiertüte weniger wegwerfen musste), die sich nach und nach eingespielt haben. Dann kamen weitere Ideen und Versuche dazu. Ich stehe immer noch am Anfang und bin weit entfernt davon, keinen Müll zu produzieren – aber ich versuche bei allem was ich tue besser mitzudenken – gibt es das auch ohne Plastikverpackung? Brauche ich das wirklich? Kann ich das selbst herstellen? So verändert sich automatisch mein Alltag. Praktischerweise waren viele Ideen sowieso schon Teil meines Alltags, wie sich selbstgemachtes Essen von Zuhause mitzunehmen statt Fast Food in Plastikverpackungen zu kaufen. Wenn ich trotzdem mal etwas außer Haus kaufe, nehme ich meine eigenen Boxen mit und lasse es mir dort hinein füllen (beispielsweise Sushi) oder esse einfach im Lokal, statt es mitzunehmen.
  3. Welche sind aus kulinarischer Sicht deine TOP 3 Länder, die man unbedingt besuchen muss und wieso?

    Eines der Länder, das mich kulinarisch am meisten begeistert hat, war Nepal. Dort gibt es gefüllte Teigklösschen namens „Momos“ mit einem scharfen Dip, die einfach köstlich sind. In Nepal habe ich auch Blumenkohl und Linsen lieben gelernt. Außerdem sind die Leute unglaublich herzlich und die Landschaft wunderschön.
    Man muss aber nicht so weit reisen, um kulinarisch einiges zu entdecken – ich liebe Tapas und habe schon unzählige Rezepte aus Spanien mitgebracht. Spanische Städte wie Barcelona oder Sevilla haben tolle Lokale mit innotivativen Gerichten, die sich trotzdem auf lokale Traditionen aus der Küche besinnen. Dann findet man zum Beispiel eine Gazpacho aus Kirschen statt aus Tomaten. Das macht für mich die spanische Kreativität aus – nicht nur Neues erfinden, sondern gleichzeitig kulinarische Erinnerungen aufleben lassen.
    Auch nach Österreich zieht es mich immer wieder – Wiener Sachertorte oder Vorarlberger Riebel, Kaiserschmarrn und Tiroler Käse… In diesem kleinen Land gibt es eine Menge zu entdecken. Ich liebe die Berge, kleine Vorarlberger Dörfer und natürlich mein alte Heimat Wien.

Danke, dass du dabei warst Ela!

Gerade mal vor zwei Wochen ist Ela von ihrer letzten Reise zurückgekehrt. Ihr Reiseziel? Sri Lanka! Auf ihrem Blog erzählt sie davon und gibt jede Menge Tipps. Hier findet ihr den ersten Beitrag ihres Reiseberichts.

Wenn euch lieber nach etwas Leckerem ist, dann habe hier ein paar Gerichte für euch ausgesucht, die auf meine Nachkochliste gelandet sind. Als Ela von Blumenkohl erzählt hat, war ich neugierig, wie sie diesen verarbeitet. Dieser Curry mit Blumenkohl und Granatapfel ist total meins!
Als Italienerin liebe ich ja Auberginen und freue mich, wenn diese wieder Saison haben. Nachgekocht wird dann auf jeden Fall dieser scharfe Auberginensalat und dieser indische Auberginencurry. Vielleicht traue ich mich dann endlich auch mal an selbstgemachtes Naan-Brot!

An all die Süßspeisenfans unter euch, die jetzt denken, dass sie nicht bei Ela vorbeischauen müssen: Hier findet ihr ein Rezeptindex ihrer süßen Rezepte. Ich bin gespannt, was es auf eure Favoritenliste schafft 😉

A presto
Elena

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