Food Talk mit Eva von „Madame Dessert“

Kennt ihr Tage, an denen man so viel Stress hat, dass man es nicht mal schafft eine Kleinigkeit zu essen und gefühlt jeder ein „kurzes“ Gespräch führen möchte? Man kommt dann völlig fertig nach Hause, möchte sich nur noch auf das Sofa legen und nichts tun.

Genau so ein Tag ist heute.

An solchen Tagen – zum Glück kommen diese selten vor – steigt mein Verlangen nach Schokolade ins Unermessliche. In meinen Träumen erwartet mich in solchen Situationen immer ein warmes Schokoküchlein mit flüssigem Kern. Schon allein bei der Vorstellung geht es mir viel besser!

Unser heutiger Food Talk Gast wäre mit Sicherheit in der Lage mir ein solches Küchlein aus dem Effeff zu zaubern, denn sie ist selbst eine Naschkatze und kennt wie man unschwer am Blognamen erkennt mit Nachspeisen aus. Begrüßt mit mir Eva von Madame Dessert.

Food Talk "Madame Dessert"

Von der Idee beim Food Talk dabei zu sein, war Eva von vornherein begeistert und plaudert heute etwas aus dem Nähkästchen.
Neugierig, was sie uns zu erzählen hat? Los geht’s!

  1. Liebe Eva, auf deinem Blog können die Leser immer wieder von deiner Backleidenschaft überzeugt werden. Seit wann backst du schon, was war dein erstes geglücktes Backexperiment und wie kam es dann letztendlich zu deinem Blog?

    Die Küche war eigentlich schon immer mein Lieblingsraum. Schon als kleines Baby lag ich in meinem Tragekörbchen auf der Arbeitsfläche und habe meiner Mama zugesehen, weil ich ansonsten keine Ruhe gegeben habe. Die Leidenschaft fürs Kochen und Backen wurde mir also wortwörtlich in die Wiege gelegt. Als Dreijährige habe ich dann angefangen, kleine, einfache Dinge für meinen Papa zu kochen und muss wohl mächtig stolz gewesen sein. Ich finde, das Zubereiten von Essen für jemanden ist eine wunderbare Form um zu zeigen »ich hab dich gern«.

    An mein erstes gelungenes Rezept kann ich mich nach all der Zeit gar nicht mehr erinnern. Aber mein erstes Madame Dessert Rezept war ein mit Schokolade bestrichenes Tartelette, gefüllt mir selbst gekochtem Rhabarber-Waldbeerkompott und einer cremigen Baiserschaumhaube.

    Zu meinem Blog kam es dann sehr spontan nach einem Backtag mit ein paar Freundinnen. Jeder brachte 1-2 Rezepte mit, die wir zusammen ausprobieren wollten und es endete damit, dass komplett neue, eigene Kreationen entstanden sind. Damit diese Rezepte nicht verloren gingen, habe ich eine Facebook-Seite erstellt und fortan meine Leckereien mit Schritt für Schritt Anleitungen und Fotos dort veröffentlicht. Und diese Seite trug den Namen Madame Dessert, denn süße Sünden sind meine größte Leidenschaft.

    Das ging etwa ein halbes Jahr, bis mir die Facebook-Seite zu unübersichtlich wurde und ich die Rezepte auf einem eigenen Blog veröffentlichen wollte. Gesagt getan und so gibt es meinen kleinen Blog jetzt bereits seit Mai 2015. Und wöchentlich kommt ein neues Rezept aus meiner Küche dazu.
  2. Freunde kündigen sich für einen spontanen Besuch an und sind in etwa 2 Stunden da. Du möchtest sie mit einem leckeren Nachtisch überraschen. Wofür entscheidest du dich und wieso?

    Da diese Situation tatsächlich häufiger vorkommt, habe ich dafür mein herzallerliebstes Schokoladenkuchenrezept. Ich backe ihn nach einem Rezept meiner Mama und habe es über die Zeit nur leicht abgewandelt. Wenn ich ihn backe, dann fühle ich mich wie zuhause und dieses Gefühl möchte ich auch meinen Gästen schenken.

    Ansonsten kann ich aber zum Glück aus allem, was sich in meinen Schränken und Schubkästen befindet, etwas Feines kredenzen. Dabei entstehen meistens tatsächlich die spannendsten Rezepte, wenn man nicht Tage im voraus plant und auch etwas unter Zeitdruck steht. Heute zum Beispiel gibt es kleine Zitronentartellettes, da wir gerade viele frische Zitronen und Himbeeren im Kühlschrank hatten.
  3. Man lernt in seinem Hobby ja nie aus! Was steht auf deiner „To-Do-Liste“ ganz oben und warum reizen dich genau diese Themen?

    Auf meiner To-Do-Liste steht ein Praktikum in einer Konditorei. Ich wollte schon immer einmal hinter die Kulissen und den Profis über die Schultern schauen. Da könnte ich mir bestimmt noch vieles abschauen.

    Ich backe und koche nicht nur in der Praxis sehr gerne. Ich sauge auch unglaublich gerne theoretisches Wissen darüber in mich auf. Vor kurzen habe ich mir zum Beispiel ein Buch gekauft, in dem es um die grundlegenden Verhältnisse beim Kochen und Backen geht. Also zum Beispiel, welche Anteile Wasser und Mehl man für einen Brotteig braucht, was genau einen Keksteig von einem Kuchenteig unterscheidet und und und.

    Wenn man die Mengenverhältnisse bestimmter Zutaten zueinander versteht, ist man nicht mehr abhängig von einem bestimmten Rezept und kann aus dem Stegreif heraus eigene entwickeln. Und das mache ich am liebsten: eigene Rezepte kreieren und meine Ideen und Vorstellungen verwirklichen.

Dankeschön für die Antworten Eva!

Auf Evas Blog gibt es so manche leckere Sachen zu entdecken. Alle Gerichte sind vegetarisch und ohne Alkohol. Ich bin mir aber sicher, dass ihr nichts vermissen werdet! Wollt ihr Beweise?

Wie wäre es z.B. mit diesem saftigen Schokoladenkuchen? Gegen ein Stückchen – oder auch zwei – hätte ich heute, aber auch sonst nichts einzuwenden. Der sieht schon auf dem Foto so lecker aus, dass  er geschmacklich sicher der Hammer sein wird!

Besonders angetan haben es mir auch diese Rosencupcakes. Ich bin mir sicher, dass man die Rosen Dank Schritt-für-Schritt-Anleitung gut selbst hinbekommt. Vielleicht nicht gleich so wunderschön, aber mit etwas Übung klappt das auf jeden Fall!

Falls ihr für Ostern noch auf der Suche nach kreativen Cupcakes seid, sind vielleicht diese kleinen Schäfchen etwas für euch. Rein theoretisch könnt ihr die dafür benötigten Marshmallows auch selbst machen. Eva hat sogar eine vegane Version für euch auf dem Blog.

Zum Abschluss habe ich noch etwas Herzhaftes für euch, denn ab und zu gibt es bei Eva auch etwas für die nicht so süße Fraktion. Mein Favorit ist dabei dieser Flammkuchen mit Ziegenkäse, Apfel und Rote Bete. Na, wer mag noch?

Bevor ich mich für heute verabschiede möchte ich eine kleine Ankündigung machen: In Zukunft wird es den Food Talk nur noch alle zwei Wochen geben. Seid also nicht verwundert, wenn ich nächste Woche keinen Gast  empfangen werde! Trotzdem hoffe ich, dass ihr auch weiterhin dabei sein werdet 🙂

A presto
Elena

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