Food Talk mit Fabian von „In die Küche. Fertig, los!“

Nach einer unbeabsichtigten Pause, ist es endlich wieder soweit: Es ist Mittwoch, das heißt: Zeit für einen Food Talk! Falls ihr nicht wisst, was es hiermit auf sich hat, dann schaut doch beim ersten Beitrag der Reihe vorbei, denn da erkläre ich kurz, worum es hier geht.

Aber nun macht es euch gemütlich und begrüßt unseren heutigen Gast: Fabian vom Blog In die Küche. Fertig, los!

Food Talk "In die Küche. Fertig, los!"

Ich bin ein großer Fan von Fabians Blog und besuche diesen oft nur, um seine tollen Teller zu bewundern. Das Thema Ästetik spielt heute also eine große Rolle und Supper-Clubs. Nun möchte ich euch aber nicht länger auf die Folter spannen, hier meine 3 Fragen an unseren Gast:

  1. Lieber Fabian, wenn man sich die Fotos deiner Gerichte anschaut, dann könnte man meinen, dass man in einem Sternerestaurant ist. Sehen deine Teller immer so toll aus (also auch, wenn keine Gäste da sind) und hast du uns ein paar Tipps, wie man am besten optisch so schön anrichtet?

    Danke! Schön, dass Dir die Gerichte gefallen 🙂
    Da ich für den Blog in der Regel eher Gerichte für den „besonderen Moment“ koche, sind die oftmals etwas aufwändiger und kommen unter der Woche nicht in dem Umfang auf den Tisch. Trotzdem achte ich auch in der Alltagsküche darauf, dass die Teller ansprechend aussehen. Der optische Eindruck ist das erste was man von einem Gericht aufnimmt, noch vor Geruch und Geschmack. Meiner Meinung nach spielt die Optik deswegen schon eine wichtige Rolle. Zudem hat die Art der Anrichteweise auch eine praktische Funktion: Als Koch kann man dadurch ein bisschen steuern, wie das Gericht gegessen und dadurch wahrgenommen wird: Soll der Gast eine Gabel voll mit allem zu sich nehmen, richte ich alles komprimiert und dicht an.

    Wenn der Gast dagegen mit dem Essen „spielen“ soll, in dem er einzelne Komponenten nach belieben miteinander kombinieren soll, dann richte ich offener/weitläufiger an. Das sind so die zwei grundsätzlichen Überlegungen.

    Zum anrichten selber: immer ganz hübsch finde ich, wenn man dabei der Tellerform folgt. Z.B. ein Halbkreis am Tellerrand oder rund in der Tellermitte bei runden Tellern. Gerne auch als Streifen. Das geht dann sowohl bei rechteckigen, quadratischen oder runden Tellern.

    Grundsätzlich gilt: Weniger ist (oft) mehr. Überladene Teller wirken unappetitlich. Zu wenig Essen (oder zu große Teller) lassen ein Gericht aber verloren wirken.
  2. Wo holst du dir Inspirationen für deine sehr kreativen Rezepte und die Ideen für deine Anrichteweise? Hast du da vielleicht auch das ein oder andere Vorbild?

    Das ist unterschiedlich, aber ich würde sagen: Instagram, Kochbücher, Blogs (in der Reihenfolge). Manchmal sehe ich z. B. bei Instagram Bilder und mir schießen Gedanken wie „statt ABC nehm ich lieber XYZ und dazu dies und jenes“. Das passiert aber ganz zufällig. Andererseits geh ich manchmal auch bewusst den umgekehrten Weg und suche ganz gezielt nach Kombinationen. Der Geschmacksthesaurus ist da eine große Hilfe.
    Was Vorbilder angeht: Uwe von Highfoodality könnte man vielleicht als Vorbild bezeichnen. Ich glaube aus seinem Blog habe ich mit Abstand die meisten Rezepte nachgekocht. Auch seine Fotos sind durchweg klasse! Er hat mich dazu gebracht mit dem bloggen anzufangen.
  3. Du veranstaltest immer wieder Supper-Clubs. Was genau versteht man darunter, wieso machst du das und wie läuft das genau bei dir ab?

    Es gibt ja mehrere Definitionen was ein Supper-Club sein kann. Für mich persönlich geht es in die Social-Dining/Restaurant-At-Home Richtung. Es läuft so ab, dass ich ein paar Wochen vorher den Termin für den nächsten Supper-Club in meinem Blog veröffentliche. Unter allen Interessenten verlose ich dann ca. 6-8 Plätze. Die Gäste kommen an dem Termin zu mir nach Hause und werden dort mit 4-5 Gängen & Getränken verwöhnt.

    Meine Motivation dafür sind hauptsächlich 3 Sachen:

    – Es macht einfach Spaß anderen Leuten eine Freude zu machen!

    – Ich kann mich mal so richtig in der Küche austoben und besondere Sachen/Gerichte probieren 🙂

    – Man lernt oft tolle Leute kennen, die naturgemäß Genuss-Affin sind. Das ist immer sehr interessant!

    Und nicht zuletzt kommt natürlich was leckeres zu essen dabei rum ;)PS: Das ist jetzt kein Aprilscherz, aber der nächste Supper-Club findet am 1.4 statt 😉 Mehr Infos gibt es dazu bei mir im Blog.

Vielen Dank für deine Teilnahme Fabian!

Das Thema Supper-Club reizt mich auch schon länger und vielleicht nehme ich das echt mal in Angriff. Wobei ich nicht weiß, ob ich mit Fabian mithalten kann, wenn ich mir das geplante Menü für den nächsten Abend anschaue!

Falls ihr keine Zeit habt daran teilzunehmen, dann solltet ihr vielleicht selbst eines von Fabians Gerichte nachkochen! Ein paar Anregungen gefällig?
Wie wäre es mit Schweinebauch Sous-Vide auf Rotweinschalotten mit dreierlei Püree von der Kartoffel? Oder lieber crunchy Süßkartoffel-Würfel mit Straußen-Steak und Limetten-Chilli-Hollandaise?
Die Kombination Schwarzwurzel | Orange | Tonkabohne | Haselnussflakes klingt auch interessant. Und für Eisfans habe ich dieses leckere Estragoneis herausgesucht.

Achja, falls ihr genauso wie ich beim Anblick von Fabians Teller eingeschüchtert seid: Keine Sorge! Es wird alles Schritt für Schritt erklärt und ich bin mir sicher, dass man das gut hinbekommt. Ein Versuch ist es auf jeden Fall wert und hey, auch wenn es nicht perfekt aussieht, schmecken die Gerichte trotzdem 😉

A presto
Elena

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